Beginne, wo du ankommst • Szczecin, 2009

Drzewo Zycia Centre, Szczecin, Polen. 6 Mai 2009.
James Low
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Transkribiert von Bartek Czajkowski
Editiert von Sarah Allen und James Low
Ins Deutsche übersetzt von Petra Niehaus

Extrakte:

images-58“… Dzogchen beginnt genau da, wo wir sind und schlägt uns nicht vor, irgendwo anders hinzugehen oder irgendetwas anderes zu tun. Vielmehr sind wir dazu eingeladen, in entspannter Gegenwart zu ruhen, offen für jeden Moment, so wie er ist. Die Quelle oder der Grund oder die Basis dieses Moments ist die gleiche wie die des nächsten Augenblicks, und des nächsten und des nächsten. Auch wenn der offensichtliche Inhalt dessen, was geschieht, sich von Moment zu Moment verändert, ändert sich doch nichts, wenn wir im Grund ruhen, in der unmittelbaren Offenheit, die unser natürlicher Zustand ist. Sind wir in der Offenheit unseres Seins zuhause, beginnen wir zu erkennen, dass alles, was erscheint, alles, was geschieht, ein Energiespiel des ungreifbaren Grundes ist…”
“… Wessen Energie ist das? Es ist unsere Energie, aber nicht unsere als Besitz. Ich kann sagen: „Dies ist meine Uhr.“ Eine Uhr ist ein Besitz. Unsere Energie ist genauso wenig Besitz wie der natürliche Zustand oder unsere eigene wirkliche Natur. Obwohl sie von Anfang an da ist, haben wir sie niemals besessen. Sie ist der Grund unserer Existenz. Das heißt, wir sind Erscheinungsformen des Grundes, des offenen Gewahrseins und unsere Beziehung mit dem Grund ist wie die Beziehung eines Kindes zu seiner Mutter…
“… Wir sehen unsere eigene Natur nicht direkt, wir werden ewig damit beschäftigt sein, das, was auftaucht, zu korrigieren und zu verbessern. So bleiben wir verletzlich und von der Gnade des Geschehens abhängig…